Entwicklung des Schweizer Frankens zum EURO

Viele Menschen fragen sich angesichts der aktuellen Verwerfungen der Weltwirtschaft und der dramatischen Entwicklung der griechischen, spanischen und portugiesischen Staatsfinanzen immer drängender, ob es denn eine sichere und gleichzeitig legale Anlagemöglichkeit für das Geld gibt und ob die Schweiz wie schon im letzten Jahrhundert ein sicherer Hafen sein kann.

Einflußfaktoren für die Währungskursentwicklung
Wer die Entwicklung des Schweizer Frankens gedanklich nachvollziehen will und für sich selbst eine ungefähre Trendentwicklung für die Zukunft ableiten möchte, der muss die Einlfußfaktoren auf die Währungskursentwicklung verstehen. Ein immer wichtiger werdender Einflußfaktor ganz unabhängig von den volkswirtschaftlichen Zahlen ist das Vertrauen in die Entwicklung eines Landes. Die verschiedenen und immer schneller hintereinander aufgespannten sogenannten Rettungsschirme haben das Vertrauen und die Werthaltigkeit des EURO ziemlich angegriffen. Da beim EURO die Währungen sich gut entwickelnder Volkswirtschaften mit den Währungen sich schlecht entwicklender Volkswirtschaften vermischt wurden, gibt es eine Schwächungs- bzw. Abwertungstendenz dem Schweizer Franken. Das Wachstum der Schweizer Volkswirtschaft lag zudem bei 2,6 %. Dies bedeutet, dass der zweite Einflußfaktor für die steigende Währungskursentwicklung vorhanden ist: Wirtschaftswachstum. Obwohl Währungskursentwicklungen praktisch immer mehrdimensional zu sehen sind, haben Sie damit schon zwei kräftige Indikatoren kennengelernt, die den Schweizer Franken positiv beeinflussen.

Die Entwicklung in Zahlen
Und so überrascht es auch nicht, dass die Kursentwicklung des Schweizer Frankens gerade in den letzten Jahren rasant gewesen ist. In den bekannten Internet-Portalen finden Sie die absoluten Zahlen, die einen Währungszugewinn in den letzten drei Jahren von über 45 % anzeigen. Eine Beispielrechnung für einen Anlagebetrag von 1.000 Euro zeigt die enormen Auswirkungen: Haben Sie diesen Betrag vor 3 Jahren angelegt, so würden Sie (abzüglich Währungstransaktionskosten von knapp über 1 % pro Kauf/Verkauf) erhalten: 1.000 Euro wurden beispielsweise am 01.08.2008 umgetauscht in 1.632,40– CHF abzgl. 1 % Konvertierung. Dies ergibt einen Nettobetrag von ca. 1.616,– CHF. Der Rücktausch am 01.08.2011 für diese 1.616,– CHF würde einen EURO-Betrag von 1.419,– nach Abzug von Gebühren ergeben. Denn der Schweizer Franken ist so stark geworden, dass man nur noch ca. 1,127 Schweizer Franken bezahlen muss, um einen EUR zu erhalten. Zusätzlich bekommen alle Anleger auch noch eine Verzinsung, die dank der Abgeltungsteuer und der dann pauschal an den deutschen Staat abgeführten Beträge auch noch vollkommen legal ist.

Obwohl niemand eine Glaskugel hat, die die genauen Entwicklungen der Währung voraussehen kann, ist die steigende Tendenz des Schweizer Frankens ziemlich eindeutig. Der Anleger kann somit einen Teil des Vermögens dort anlegen und in diesem Fall mehr von den Chancen, als dem Risiko einer Fremdwährungsanlage profitieren.

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